Drei Tage in Transsylvanien

Allgemeines

Die 3-Tage-Tour wird von unseren Gästen geschätzt, denn sie ist nicht so anstrengend wie die längeren Touren. In der Kürze liegt die Würze! Wir reiten durch scheinbar endlose Weiten, sanfte Hügel, bunte Wiesen und überall weht uns der würzige Geruch der Wildpflanzen und Kräuter um die Nase. Das ist DIE Tour für alle, die einfach Lust haben, ein paar Tage per Pferd unterwegs zu sein.

Gruppen sind uns willkommen, aber wir führen diese Tour auch für zwei Personen durch. Wir reiten jeden Tag zwischen 4 und 6 Stunden, in der Mittagspause gibt es ein Picknick, Frühstück und warmes Abendbrot im Gästehaus.

Hier im geschichtsträchtigen Transsylvanien, dem Herzen des Landes, entdecken Sie eine ursprüngliche Landschaft, in der die Menschen so leben, wie sie es seit Hunderten von Jahren getan haben. Wir werden durch abgeschiedene Dörfer reiten und dort den Menschen, ihrer Kultur, ihrer Tradition, ihren Tänzen und Bräuchen begegnen.

Der Ritt

Während dieser Tour reiten Sie unsere rittigen, leistungsstarken und schnellen ungarischen Sportpferde (Shagya-Araber, Gidran, Kisberi, Lippizaner). Unsere Pferde werden kontinuierlich von uns trainiert und ausgebidet und sie sind bestens für das hiesige Gelände geeignet.

Wir benutzen Englische Zäumung. Jedes Pferd hat seinen eigenen, von einem örtlichen Sattler hergestellten Sattel (Typ Englischer Vielseitigkeitssattel). Wir reiten alle Gangarten, je nach Untergrund und Gelände. Auf geeigneten Strecken kann es schon mal schnell werden – unsere Pferde lieben diese langen Gallopaden. Obwohl unsere Pferde sehr sicher und gehorsam sind, ist diese Tour nicht für Anfänger geeignet. Als Reiter sollten Sie in der Lage sein, auch in schnellerem Tempo ein Pferd in einer Gruppe zu beherrschen, ebenso sollten Sie sicher in verschiedenen Geländearten sein. Manchmal müssen natürliche Hindernisse (Baumstämme, Bäche, kleine Gräben) überwunden werden. Sie sollten gesund sein und über ausreichend Kondition verfügen.

Da die ungarischen Pferde kleiner sind als die Deutschen Warmblüter, liegt die Gewichtsbeschränkung bei 90 Kilo. Wir empfehlen das Tragen eines Reithelmes.

Aktivitäten

Sie werden nicht nur reiten, sondern können – wenn Sie möchten – auch die Kultur Transylvaniens kennen lernen. Für nicht-reitende Familienmitglieder oder Freunde organisieren wir gerne Wanderungen oder Touren mit dem Mountain Bike. Auch Ausflüge mit dem Pferdewagen, Wildbeobachtungen (Bären), Schwimmen und Angeln sind mögliche Freizeitaktivitäten.

Unterkunft / Verpflegung

Diese Tour beinhaltet vier Übernachtungen in verschiedenen Gästehäusern mit Vollpension. Für unsere Mahlzeiten verwenden wir Gemüse, Milchprodukte und Fleisch von ortsansässigen Bauern. Zu Beginn jedes Tages frühstücken wir gemeinsam im Gästehaus, das Mittag nehmen wir als Satteltaschen-Picknick zu uns. Am Abend gibt es die wohlverdiente Hauptmahlzeit im Gästehaus. Vegetarier und Veganer sind uns willkommen, bitte sagen Sie uns bei der Buchung Bescheid.

Streckenbeschreibung

Normalerweise verbringen wir 5 Stunden im Sattel, unterbrochen von einer 1-stündigen Mittagspause. Die im Folgenden beschriebene Wegbeschreibung gibt unsere geplante Streckenbeschreibung wieder, auf Grund von aktuellen Wetterverhältnissen oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen können sich die Tagesstrecken kurzfristig ändern. Wir haben die Entfernungen und Zeiten der einzelnen Tagestouren mit Besonnenheit geplant und getestet, es kann jedoch sein, dass wir, abhängig von den individuellen Wünschen und/oder Reitfähigkeiten der Teilnehmer, Touren ändern oder kürzen.

Tag 1

Nachmittags Ankunft in unserem Partnergästehaus in Nagykede (sprich: Nodsch Kädde). Ankommen, Auspacken und warm werden, dann besprechen wir den Ablauf der nächsten Tage. Wenn die Zeit es erlaubt, lernen wir auch schon die Pferde kennen.

Tag 2

Der erste Tag im Sattel! Nach dem Frühstück werden Sie in das Reitzentrum gebracht (ca. 10 Minuten), wo die gesattelten Pferde schon auf sie warten. Wir bemühen uns, für jeden Reiter das passende Pferd auszuwählen. Auf dem Reitplatz können Sie sich warm reiten und mit ihrem Pferd vertraut machen.

Dann geht es los: Unser erstes Ziel ist ein malerisches Waldstück in der Nähe des Dorfes Székelyszentmihály (sprich: Zekätsch Zänt Mihai, rumänisch: Mihaileni). Wir durchqueren traditionelle Dörfer, reiten über bunte Wiesen und entlang alter Wege. Die Hügel eröffnen uns den Blick auf die abgeschiedenen Täler, die Berge am Horizont und den endlosen Himmel. Das prickelnde Gefühl von frischer, würziger Luft, das Gefühl von Freiheit und Grenzenlosigkeit wird uns ab heute unser treuer Begleiter sein. Heute reiten wir vorwiegend Schritt und Trab, auch manch kleiner Galopp ist dabei. Wir werden etwa 4 – 4,5 Stunden im Sattel verbringen und dabei 30km zurücklegen. Mittags bringt uns unser Serviceauto ein kaltes Lunch, dann reiten wir zurück. Im Gästehaus wartet bereits ein warmes Abendessen auf uns.

Tag 3

Nachdem Reiter und Pferd sich gestern kennen gelernt haben, geht es heute in das malerische Dörfchen Firtosváralja (sprich: Firtosch Wahroljo). Dort werden wir auch übernachten. Wir verbringen etwa 5 Stunden im Sattel und legen ungefähr 30km zurück. Manchmal flitzen Hasen und Wildkaninchen über die üppigen Wiesen, ein Fuchs flieht vor dem Geräusch der donnernden Hufe oder eine Gruppe Rehe beobachtet uns wachsam aus sicherer Distanz. Wir reiten Schritt, Trab und Galopp – je nach Terrain. Große Schaf- und Rinderherden ziehen gemächlich über das Grasland und auch die Tiere des Waldes und des Feldes werden uns auf unseren Wegen begegnen. Vom Pferderücken können wir den Bauern zuwinken, die auf traditionelle Weise ihrer Felder bestellen. Das Mittagessen nehmen wir heute in einem Gästehaus entlang der Wegstrecke zu uns. Am Abend erreichen wir unser Ziel, ein kleines abgeschiedenes Dörfchen, in dem sich Fuchs und Hase Gute-Nacht sagen.

Tag 4

Unser letzter Tag auf dem Pferderücken. Nach dem Frühstück geht es zurück nach Kiskede (sprich: Kisch Kädde) – aber natürlich auf anderen, unbekannten Wegen. Tempo und Gangarten richten wir an den Fähigkeiten und Wünschen unserer Reiter aus: Viel Trab und auch mal ein frischer Galopp – der Blick von den Hügeln ist atemberaubend! Was könnte es Schöneres geben, als mit Blick auf den Horizont über das Grasland zu preschen? Keine Angst – unsere Pferde sind schnell, aber sehr brav und sicher.

Am Nachmittag werden wir unsere Ausgangsbasis in Kiskede erreichen, nun ist es Zeit, sich von den Pferden zu verabschieden und ihnen für die Arbeit zu danken. Gutes Essen und all die abenteuerlichen Geschichten, die es jetzt zu erzählen gibt, werden uns noch lange wach halten…

Tag 5

Nach dem Frühstück ist es Zeit, auf Wiedersehen zu sagen!